Herzlich willkommen

bei den evangelischen Kirchengemeinden

Mahlow und Glasow

Liebe Gemeindeglieder und Interessierte,

 
diese Webseite bietet einen Überblick über das Leben in unseren Kirchengemeinden.
 
Aktuell finden Sie die Termine der Gottesdienste und Veranstaltungen unserer Kirchengemeinden sowie einen Überblick über unser Angebot.
 
Wir laden Sie herzlich ein bei uns vorbei zu schauen und zu verweilen.

 

Aktueller Gemeindebrief der Kirchengemeinden Mahlow und Glasow

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Worte von Mareike Sabl

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

Man müsste doch mal … den Keller ausmisten. … die Wohnung gründlich putzen. … wieder Sport machen. … die hintere Ecke des Gartens aufräumen. … sich bei der Freundin aus der Schule melden. Es gibt viele man müsste doch mal.

Also ich müsste mal mein Regal am Schreibtisch aufräumen. Über die Jahre hat es sich gefüllt mit Unterlagen aus dem Studium, Material aus der Christenlehre, kleinen Geschenken von Christenlehrekindern, Unterrichtsvorbereitungen für den Religionsunterricht und Predigten sowie anderem Material aus der Gemeindearbeit. Nun dieses Regal ist sogar schon umgezogen. Ich habe einfach alles eingepackt und dann fast ungesehen wieder ausgepackt. Es ist also höchste Zeit. Das war im vergangenen April und das Regal ist bis heute nicht aussortiert.
So ist das manchmal mit unseren Vorhaben. Sie sind einfach nicht zu schaffen oder rücken in den Hintergrund: weil alltägliches und kleinere und größere Krisen dazwischen kommen oder weil sie am Stück zu groß erscheinen oder weil Vorbereitungen dazu notwendig sind oder weil andere Dinge uns hemmen oder weil wir noch nicht bereit sind.

Das Vorhaben bleibt auf der Liste der Dinge, die zu erledigen sind. Problematisch wird es, wenn sich diese Liste füllt. Eine zu volle To-Do-Liste wirkt eher abschreckend als hilfreich. Inzwischen steht das Regal schon so lange auf meiner Liste, dass ich mir denke: Es wird auch morgen noch da sein. Deshalb entscheide ich die Aufgabe noch einmal aufzuschieben.

Ich schiebe die Ordner wieder ins Regal, damit sie nicht auf dem Boden herumliegen. Da fällt ein Zettel heraus. Es ist eine praktische Übung zum Predigen aus einer Seminarwoche. Es ging darum in mehreren Schritten zu einem beliebigen Bibeltext ein Kurzpredigt zu schreiben. Ich hatte damals einige Verse aus dem Buch des Propheten Micha ausgewählt. Mit einem Vers habe ich mich besonders auseinandergesetzt. „Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert: nichts als Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott.“ (Micha, 6,8). Ein bekannter Vers und auch in der Lutherübersetzung ganz klar. Doch irgendwie nicht wirklich greifbar. Was verbirgt sich hinter dem Wort Gottes, der Liebe und der Demut? Ich erkenne an meinen Aufzeichnungen, dass ich mir diese Fragen auch in Wittenberg gestellt habe. Mit Hilfe von anderen Übersetzungen wollte ich dem auf die Spur kommen. Am Ende finde ich eine Übersetzung, die wörtlicher ist als die Luthers:

„Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist

und was der HERR bei dir sucht:

Nichts anderes als Recht tun und Gütes lieben, und behutsam mitgehen mit deinem Gott!“

Ich bleibe beim letzten Stück des Verses „behutsam mitgehen mit deinem Gott“. Dabei kommt mir das Bild eines Menschen in den Kopf, der ruhig und vorwärts geht. Er blickt aufmerksam in die Welt, anstatt von To-Do-Listen bestimmt zu sein. Er sieht die Menschen, die ihm entgegen kommen, freundlich an, anstatt auf das eigene Smartphone zu starren. Er ist bereit für Begegnungen und Gespräche.

Er ist sich gewiss, dass Gott da ist und hat sich entschieden mitzugehen.

Das Fundstück aus dem Ordner, gibt mir neue Motivation. Es kann sich lohnen das Regal aufzuräumen. Dabei will ich mich nicht von meiner Aufgaben-Liste drängeln lassen. Vielmehr werde ich sortieren um die Geschichten wiederzufinden, mich an Begegnungen mit Mitstudierenden zu erinnern. Ich werde das Material der Christenlehrezeit ansehen und an die Kinder denken. Ich werde Materialien neu sortieren, um sie wieder zu verwenden. Ich werde Überflüssiges wegwerfen, um Platz für Neues zu schaffen.

Ich wünsche Ihnen ein „behutsames Mitgehen mit Gott“ beim Erleben der Passionszeit, der Osterzeit, des Kirchentages und des Pfingstfestes.

Anfang April werde ich nach der Elternzeit wieder arbeiten. Zunächst verbringe ich neun Tage im Predigerseminar in Wittenberg. Ich freue mich auf die Begegnungen und Gespräche, die kleinen und großen Aufgaben in den Gemeinden Mahlow und Glasow.

Herzlichen Gruß Ihre Mareike Sabl

 

Pfarrerin Anne Lauschus 

 

ist seit 2005 die Hirtin unserer Gemeinden und hat in den letzten Jahren viele den Gemeindegliedern ans Herz gewachsene Traditionen neu geschaffen und weitergeführt.

 

Die kirchlichen Feste werden von Ihr und den hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeitern unserer Kirchengemeinde mit einer Mischung aus Tradition und den Menschen der heutigen Zeit verständlichen Gottesdiensten gefeiert.

 

Ihre Ideen bereichern das Leben der Gemeinde und schaffen eine Gemeinschaft der Generationen in der Kirchengemeinde.