Herzlich willkommen

bei den evangelischen Kirchengemeinden

Mahlow und Glasow

Liebe Gemeindeglieder und Interessierte,

 
diese Webseite bietet einen Überblick über das Leben in unseren Kirchengemeinden.
 
Aktuell finden Sie die Termine der Gottesdienste und Veranstaltungen unserer Kirchengemeinden sowie einen Überblick über unser Angebot.
 
Wir laden Sie herzlich ein bei uns vorbei zu schauen und zu verweilen.

 

Aktueller Gemeindebrief der Kirchengemeinden Mahlow und Glasow

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Worte von Pfarrerin Anne Lauschus

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

während Sie vielleicht gerade auf einer Bank sitzen und tief hinunter ins Tal sehen, oder mit dem Fahrrad schon im Morgengrauen losgefahren sind und nun ihrer ersten Pause entgegensteuern, oder noch zu Hause vor einem  Berg von Kleidung  sitzen und überlegen, wie das alles in einen Koffer passen soll, oder  einfach in den Garten gehen und sich über die freie  Zeit freuen, sitze ich hier, wie jedes Jahr, mit Kind und Kegel an diesem Ort.

Jedes Mal dauert es eine Weile, bis sich wieder alle aufeinander einstellen. Der Tag muss wieder seine Form für eine Großfamilie finden. Dazwischen die Enkel, die schon Programm genug sind. Kein Wunder, da kommen die Geschichten und Erlebnisse vergangener Jahre von ganz allein in Erinnerung. Weißt du noch…?  Ein Blick  und dann,  ohne jedes weitere Wort, bricht das Gelächter aus. Eine Melodie dringt von irgendwo herüber. Schon singen sie mit und überschlagen sich fast dabei, eine die andere ergänzend, eben diese Geschichte zur Melodie zu erzählen.

Manchmal aber kommt es fast zum Streit. Die Erinnerungen bestätigen sich nicht. Einzelne Teile passen nicht zusammen. Die verschiedenen Perspektiven verursachen  verschiedene Schlussfolgerungen. Warum hat wer was getan oder gerade nicht getan, so dass es wurde, wie es ist? Es bleibt dabei, auch eine gemeinsame Erfahrung wird nicht automatisch zur gemeinsamen Erinnerung. Doch wenn es zum Austausch darüber kommt, dann kann es für alle spannend werden: „Ach, deshalb hast du …“; „Ich wollte eigentlich immer nur…“; „Ach so hast du dich gefühlt.“; „Ich hatte damals verstanden,…“; „Ich hab dich ganz anders gesehen.“;  „...ach, weil du gesagt hast…“  Und plötzlich wird aus den Fragen und Antworten eine andere, eine neu erinnerte gemeinsame Geschichte.

Das ist natürlich nicht nur in unserer Familie so. Das kann genauso bei jedem Klassentreffen, bei einer Jubelkonfirmation, beim Jahrestreffen des Freundeskreises, also bei  jeder Gelegenheit sein, bei der Menschen gemeinsam auf ihr Tun und Lassen zurückschauen. Jeder einzelne erlebt, wie sehr er auch zu der Lebensgeschichte der anderen gehört. Schönes, Lustiges, das was die Gemeinschaft zur Gemeinschaft machte, wird aus dem Dunkel geholt, bekräftigt und gewürdigt. Nachträglich kann sich manches Rätsel lösen. Nachträglich kann eine Kette von Missverständnissen erkennbar werden. Nachträglich kann sich zeigen, wie viel das eine mit dem anderen zu tun hatte. Ein solches Gespräch ist Anlass dafür, sich selbst und die anderen in der eigenen Lebensgeschichte hier und da  in einem anderen Licht zu sehen und das Erlebte neu zu deuten. „Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Hilfe schaffen, die ihm entspricht.“, so steht es im Schöpfungsbericht. Oft wird diese Textstelle zu Trauungen verlesen. Gemeint ist das Vertraut sein mit einem anderen, der mit uns spricht im umfänglichsten Sinne und uns damit zum Leben hilft. Unser Leben –  habe ich das Gefühl-  Irgendwie liegt es immer vor uns, ausgebreitet in Vergangenheit und Zukunft. Nicht immer kennen wir uns damit aus. Gibt es einen Anlass,  schauen wir darauf, verfolgen unseren Weg, erinnern uns an die Menschen und was sie uns bedeuteten und bemerken, wie oft wir unsere Entscheidungen auch von diesen Menschen abhängig machten, aus Liebe oder Enttäuschung. Ist das so? Ist es ganz anders? Darüber kann man Nächte lang sprechen und das soll man auch. „Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; Ich will ihm eine Hilfe schaffen, die ihm entspricht“ 

Ob sich eine solche Gelegenheit ergab, dort oben auf der Bank über dem Tal? Ob sie während der Rast durch Zufall auf eine Geschichte von damals stießen und darüber ins Reden kamen? Was ist aus dem Koffer geworden? Eine Geschichte zum Erinnern und oder nur ein Ärgernis?

In Freude auf ein Wiedersehen grüßt Sie Anne Lauschus

 

Pfarrerin Anne Lauschus 

 

ist seit 2005 die Hirtin unserer Gemeinden und hat in den letzten Jahren viele den Gemeindegliedern ans Herz gewachsene Traditionen neu geschaffen und weitergeführt.

 

Die kirchlichen Feste werden von Ihr und den hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeitern unserer Kirchengemeinde mit einer Mischung aus Tradition und den Menschen der heutigen Zeit verständlichen Gottesdiensten gefeiert.

 

Ihre Ideen bereichern das Leben der Gemeinde und schaffen eine Gemeinschaft der Generationen in der Kirchengemeinde.