Herzlich Willkommen !

 

Abendgebet

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Gebete und Gedanken, zusammengetragen von Eberhard Wiese

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31. März 2020

 

Ein Gebet ist ein Moment der inneren Einkehr, der Verbundenheit mit Gott, ein Augenblick der innigen Gedanken an andere liebe Menschen, eine Möglichkeit, Kraft zu gewinnen.

 

Herr Wiese hatte vor einigen Tagen, vor dem Hintergrund der Corona-Krise, dankenswerterweise einige Gedanken und Gebete zusammenzutragen, die wir auf diesem Wege mit Ihnen teilen wollen. So kann jeder für sich oder auch mit anderen gemeinsam eine kleine Andacht halten und das sichere Gefühl gewinnen:

 

Du bist nicht allein!

Wir feiern Gottesdienst

Unser Beitrag zum Sonntag Judica am 29. März 2020

27. März 2020

 

Da aufgrund der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus derzeit keine Gottesdienste und Andachten in unseren Räumlichkeiten möglich sind, geht die Invitaskirchengemeinde einen anderen Weg, Sie, unsere Gemeinde, aber auch jeden anderen, der sich von Gott inspirieren lassen möchte oder einfach nur mal neugierig ist, zu erreichen.

 

Gottesdienste, das gemeinsame Preisen unseres Herrn, das Leben unserer Gemeinschaft, all dies sind essenzielle Bestandteile für viele Menschen, die in unsere Kirchen kommen. Da dieser Weg momentan jedoch verstellt ist, kommen wir zu Ihnen direkt ins Wohnzimmer. Pfarrerin Ute Pfeiffer und Diakon Ole Jez halten einen inspirierenden Gottesdienst.

 

Schauen Sie sich das Video an (gerne auch mehrfach), beten Sie mit, singen Sie mit und empfangen Sie Gottes Segen. Und erzählen Sie es vielen anderen Menschen weiter, was auf dieser Homepage zu finden ist.

 

Die Invitaskirchengemeinde hat vor, zu jedem Sonntag ein Video anzufertigen, solange uns die Zusammenkünfte in unseren Räumen nicht möglich sind. Können die Menschen nicht zu uns kommen, kommen wir zu den Menschen.

16. März 2020

Liebe Gemeindeglieder,

 

im Zuge der Präventionsmassnahmen zur Ausbreitung des Corona-Virus wird auch unsere Kirchengemeinde Veranstaltungen absagen und den öffentlichen Besucherverkehr einschränken.

 

Alle Kreise und Veranstaltungen werden bis Ende April nicht mehr stattfinden.

 

Das Gemeindebüro und die Friedhofsverwaltung ist bis Ende April für den allgemeinen Publikumsverkehr geschlossen. Einzelgespräche werden von Frau Malaszkiewicz nach telefonischer Absprache wahrgenommen. Telefonnummer 03379.374407 oder per Email unter Ev.InvitasKG-Glasow-Mahlow@t-online.de.

 

Beisetzungen werden unter Auflage bestimmter Massnahmen weiterhin stattfinden.

 

Hier kann ich mich vollständig der Darstellung von Superintendentin und Kirchenleitung anschließen:


Wir sind als Kirche und kirchliche Mitarbeitende gerade jetzt für die Sorgen und Ängste der Menschen da und ansprechbar, und dies in der gut geeigneten traditionellen Form des Gottesdienstes oder der Andacht! 

 

Die Kirchenleitung hat festgehalten, dass auch die EKBO in der gesellschaftlichen Verantwortung steht, die Infektionsketten des Virus soweit es irgend möglich ist zu verlangsamen und zu unterbrechen und

Zugleich hat sie betont, dass gerade jetzt die Kirche mit ihren Gemeinden und Einrichtungen in der Aufgabe steht, an der Seite von Kranken, Bedürftigen und in der Krise allein Gelassenen zu stehen. Mit Gebet und mit tätiger Hilfe, mit Fürsorge und mit dem Angebot zu Gespräch und Kontakt bringt sich die Kirche für die Menschen und in der Gesellschaft ein.

Weitere akktuelle Informationen der EKBO finden Sie unter https://www.ekbo.de/service/corona.html

Es handelt sich um einen außergewöhnlichen Zeitraum, dem wir mit Ruhe und Zuversicht begegnen können und der hoffentlich bald vorüber ist.
Bis dahin bitte ich alle Beteiligten um Verständnis für die Situation.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein gesegnetes Wochenende


Uwe Schüler, GKR Vorsitzender

 

Pfarrerin Ute Pfeiffer wird Ihnen seelsorgerisch zur Seite stehen. Sie können Sie unter der Telefonnummer 0157 367 582 90 oder per Email an u.pfeiffer@kkzf.de gerne kontaktieren.
 

Liebe Gemeindeglieder und Interessierte,

 

diese Webseite bietet einen Überblick über das Leben in unserer Kirchengemeinde.
Aktuell finden Sie die Termine der Gottesdienste und Veranstaltungen unserer Kirchengemeinden sowie einen Überblick über unser Angebot.
 
Wir laden Sie herzlich ein bei uns vorbei zu schauen und zu verweilen.

 

Aktueller Gemeindebrief

 

HIer finden Sie den aktuellen Gemeindebrief unserer Kirchengemeinden:

 

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Der große Strom, der breite, glitzernde Fluss war seit jeher da gewesen. Die Menschen, die an seinen Ufern lebten, begossen mit dem Wasser des Flusses ihre Felder, tränkten ihr Vieh, badeten ihre Kinder am Ufer und fingen Fische, die sie in ihren Häusern zubereiteten. Alles war in Ordnung…bis plötzlich, eines Morgens, der breite, glitzernde Fluss einfach fort war.

Die Menschen waren entsetzt, als sie sahen, dass die Vögel in großen Schwärmen ihr Land verließen, dass das Wild ihnen folgte und dass die Gärten verdorrten. Und auch sie selbst  konnten ohne Wasser nicht überleben.

So saßen die Menschen am Fluss und weinten und klagten, einige beschimpften sogar den guten Geist der Sonne. Wieder andere verließen einfach das Land, in dem sie doch nun schon so lange gelebt hatten. In dieser allergrößten Verzweiflung stand die alte Medizinfrau auf - und sagte: „Jeder Fluss hat eine Quelle. Dorthin, zur Quelle, werde ich nun  gehen und sie befragen, warum der Fluss gegangen ist.“

Und sie lief, ohne auszuruhen, unter der sengenden Sonne. Überall kam sie an jammernden Menschen und dürstenden Tieren vorbei. Die alte Medizinfrau wanderte sogar bis in die hohen Berge - und als sie schon fast an den Wolken angekommen war, öffnete sich plötzlich vor ihr eine Höhle, aus der ein kleines Rinnsal Wasser in den Sand vor ihren Füßen sickerte. Da folgte die Frau dem Bächlein hinein in die Höhle, bis zu der Stelle, an der sie zwischen den Steinen die Quelle erblickte.

Die Medizinfrau setzte sich direkt neben sie und trank in langen Zügen von ihrem Wasser. Dann erzählte sie der Quelle vom großen Kummer, der im ganzen Land herrschte, weil das Wasser des breiten, glitzernden Flusses versiegt war. Doch die Quelle gab keine Antwort, sie schwieg.

Drei Tage und drei  Nächte lang blieb die Frau geduldig sitzen und wartete. Erst dann sprach die Quelle zu ihr: „Zeigt mir euren Dank für mein Wasser. Singt für mich, wenn ihr von mir trinkt! Wenn ich euch Fische schenke, tanzt für mich! Und lasst mich eure Trommeln hören, wenn ich euch Leben schenke, denn in den Trommeln wohnt der Herzschlag der Erde, die mich zu euch sendet.“

Da kniete sich die Medizinfrau vor der Quelle nieder und sang ihr liebstes Lied für sie. Und als sie es ein zweites Mal sang, tanzte sie dazu.

Und als sie schließlich die Höhle verließ, da floss neben ihr das Wasser aus der Quelle und begleitete sie den ganzen Weg zurück zu ihren Leuten.

„Macht das Wasser fröhlich!“ rief die Medizinfrau von weitem ihren Leuten zu. „ „Seid der Quelle dankbar und ehrt sie, denn sie schenkt euch Leben!“

Als sie dann in ihrem Dorf ankam, war aus einem kleinen zaghaften Rinnsal inzwischen schon wieder ein breiter stolzer Fluss geworden.

Alles begann, wieder zu gedeihen. Und die Menschen waren sehr froh. Sie streuten Blumen ins Wasser und beschenkten den Fluss von nun an jeden Tag mit Liedern und Tänzen. Das ganze Land war wieder voller Lachen. Und die Menschen nahmen sich vor, nie mehr zu vergessen, der Quelle des Lebens mit ihren Herzen, ihren Mündern und ihren Händen zu danken.  

                                                                            Ein altes Märchen aus Ghana, Quelle unbekannt

Liebe Leserinnen und Leser,

der Klimawandel, das ist ein Hauptthema unserer Zeit. Und die Diskussion darum ist intensiv und kontrovers. Das Klimapaket der Regierung macht manch einem Hoffnung, ist aber für andere nicht mehr als bloße Makulatur. SchülerInnen demonstrieren für „ihre“ Erde von morgen. Für andere wiederum sind diese Kids nur Schulschwänzer.  Greta beschimpft öffentlich die Staatschefs wegen ihrer Ignoranz. Und Mr. Trump betitelt wiederum Greta als Untergangsprophetin, die man stoppen muss.  Die Einen sprechen von regelrechter Klimahysterie, die Anderen wählen dieses Wort zum Un-Wort des Jahres 2019.

Es ist eine hitzige Debatte, die vor allem eines ist: Laut. Und jeder beansprucht die Wahrheit für seine Auffassung.

 

Doch was meines Erachtens fehlt, sind laute Stimmen des Dankes, des Dankes an Gott, der die Quelle allen Lebens; sind die SängerInnen des Lobes für seine wunderbare Schöpfung, die er uns geschenkt und bis heute erhalten hat, trotz allem. Ich möchte so eine Stimme in der Klima-Debatte sein. Sie auch?                                                                                                

Pfarrerin Ute Pfeiffer

Ihre Pfarrerin Ute Pfeiffer 

Wir freuen uns Pfarrerin Ulrike Voigt ab dem 1. Mai 2020 in unserer Gemeinde zu begrüßen.

Interview mit Pfarrerin

Ulrike Voigt

 

Zunächst einmal herzlichen Dank, dass ich Sie hier in Tempelhof besuchen darf. Sie sind die designierte Pfarrerin der Invitaskirchengemeinde Glasow-Mahlow. Die Besetzung der vakanten Pfarrstelle erfolgt diesmal durch das Konsistorium.

 

Was erwarten Sie von der Pfarrstelle in der Invitaskirchengemeinde?

Ich habe große Lust auf die Arbeit in der Kirchengemeinde. Ich möchte meine Arbeit gerne generationenübergreifend organisieren. Das bedeutet, alle Altersgruppen sollen sich begegnen.

 

Wie stellen Sie sich eine Kirchengemeinde vor und welche Schwerpunkte wollen Sie setzen?

Eine Kirchengemeinde ist ein eigenes Biotop. Da treffen ganz unterschiedliche Menschen aufeinander, die auch unterschiedliche Vorstellungen von Gemeinde haben. Sie haben auch unterschiedliche Bedürfnisse und einen unterschiedlichen Zugang zur Gemeinde. Mir ist daran gelegen die Gesprächsfähigkeit zwischen den Generationen und Gruppen zu erhalten und zu entwickeln.

Kirchenmusik ist für mich wichtig. Über Musik lassen sich Botschaften gut vermitteln. Insofern ist die Kirchenmusik ein wichtiger Bestandteil der Verkündigung. Überhaupt finde ich es gut, wenn miteinander gesungen wird. Das kann bei allen Gelegenheiten geschehen.

 

Welche Rolle spielt für Sie der Gemeindekirchenrat?

Das regelt ja eindeutig die Grundordnung der evangelischen Kirche. Ich sehe Gemeindekirchenrat und Pfarrerin in einer gemeinsamen Verantwortung für die Kirchengemeinde, wobei es für die Pfarrerin schwerpunktmäßig um die öffentliche Wortverkündigung und Sakramentsverwaltung geht. Der Gemeindekirchenrat schafft hierzu durch seine Arbeit die Voraussetzungen. Das funktioniert am besten in einer vertrauensvollen und verlässlichen Zusammenarbeit. Die geistliche Ebene des Miteinander findet sich in gemeinsamer Andacht und Gebet.

Die Arbeit in Gremien, und der Gemeindekirchenrat ist ja auch ein Gremium, ist mir aus meiner bisherigen Tätigkeit als Pfarrerin und Superintendentin vertraut.

 

Was halten Sie von Regionalisierung und Zentralisierung?

Um die Regionalisierung und die damit verbundene Zentralisierung werden wir wohl nicht herumkommen. Das wird sich für die Berlinnahen, relativ großen Ortsgemeinden anders entwickeln als in dem eher ländlich geprägten Süden. Mit der Regionalisierung habe ich als Superintendentin des ehemaligen Kirchenkreises Lübben schon Erfahrungen sammeln können. Wir haben dort für die Aufgaben auch Lösungen gefunden. Eine war zum Beispiel die Einrichtung von Regionalsynoden, die sich intensiv mit den regionalen Aufgabenstellungen befassen konnten. Auch bei der Regionalisierung kommt es mir darauf an, dass die Ortsgemeinden mit ihren Schwerpunkten in der kirchlichen Arbeit gestärkt werden. Die Ortsgemeinde hat eine wichtige Funktion für die Beheimatung.

Der Gottesdienst als grundlegende Lebensäußerung ist für mich eine feste Größenordnung im kirchlichen Leben. Manchmal ist das an den Besucherzahlen nicht abzulesen. Hier können thematische und zielgruppenorientierte Gottesdienste ein Ansatz sein, die auch nicht unbedingt am Sonntagvormittag stattfinden müssen.

Aufgabe der Kirchengemeinde ist auch Hoffnung zu haben und Hoffnung zu vermitteln.

 

Welche Position vertreten Sie zum Thema Religionsunterricht durch Pfarrer/innen und zum Abendmahl mit Kindern?

Meist geht es um zwei Wochenstunden Religionsunterricht, die von uns erwartet werden. Mit diesen Stippvisiten in Schulen finde ich keinen rechten Zugang zum Kollegium und bin damit in die Schulorganisation nicht ordentlich eingebunden. Hier meine ich, dass es besser ist, solche Stellenanteile zu bündeln und auch für den Religionsunterricht ausgebildete Menschen dafür zu beschäftigen. Ich bin nicht der Auffassung, dass wir Theologen alles können.

Zum Abendmahl mit Kindern gibt es von mir ein klares „Ja“. Es ist möglich Kindern das Abendmahl nahe zu bringen, sodass sie auch bewusst daran teilnehmen. Das bedeutet eine altersgerechte Vermittlung von Inhalten. Ich habe das auch bei meinen eigenen Kindern erleben können.

 

Was wünschen Sie sich für Ihre zukünftige Gemeinde?

Da ist zunächst die altersübergreifende Gemeinsamkeit, für die muss aktiv gearbeitet werden. Wichtig ist mir die Zusammenarbeit mit der Kommune. Die Kirchengemeinde als feste Größe muss vorkommen und auch mitgestalten. Partnerschaften mit anderen Kirchengemeinden sind gut geeignet, nicht nur im eigenen Saft zu schmoren, sondern auch einen Blick für die Sorgen und Nöte aber auch Freuden anderer zu behalten. Eine Gottesdienstkultur, in der nicht nur der Sonntagsgottesdienst vorkommt, damit möglichst viele Menschen den Zugang zum Evangelium finden können. Und die Qualität der Predigt in der Gemeinde ist mir wichtig.

 

Das Interview führte Hans-Walter Ludwig