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bei den evangelischen Kirchengemeinden

Mahlow und Glasow

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Aktueller Gemeindebrief der Kirchengemeinden Mahlow und Glasow

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Worte von Anne Lauschus

     Liebe Leserinnen und liebe Leser,

Das Labyrinth in der Kathedrale von Chartres im Departement Eure-et-Loir 90 km südwestlich von Paris

ob es bei den Gesprächen in ihrer Familie auch gerade um irgendeinen Ausbildungsabschluss, Schulwechsel, Studienort, Auslandsjahr, Entsendeorgani-sationen, Freiwilligendienst, Zusagen, Absagen, Fahrerlaubnis, Impfungen, Bewerbungen, oder irgendetwas geht, was in diesem Zusammenhang steht? Es gibt gegenwärtig so viele Möglichkeiten und damit so viele Entscheidungen, die für den Lebensweg zu treffen sind. Die Ratschläge sind Zeugnisse eigener Erfahrungen. Passen sie dann auch für andere?  Wer kann am Anfang wissen, was wozu genau das richtige gewesen sein wird, um ans Ziel zu kommen? Und - was ist wichtiger, ankommen oder auf dem Weg sein?  Die Frage gilt dann allen, denen die um Rat gebeten werden und denen, die beraten werden wollen. Zukunftsentscheidungen sind ein großes, sehr persönliches Thema.                                        

Für alle, die davon und den damit verbundenen Sorgen ein bisschen Abstand gewinnen wollen, habe ich das Deckblatt des Gemeindebriefes vorgeschlagen. Sie sehen ein Labyrinth. Es ist ein Urbild der Menschheit und in fast allen Kulturen zu finden. Das älteste ist 5000 Jahre alt. Dieses  ist vom Anfang des 13. Jahrhunderts und ist mit hellen und dunklen Fliesen in den Fußboden der Kathedrale von Chartres eingelassen. Der Durchmesser beträgt 13 Meter und bestimmt damit sehr die Ansicht hin zum Altar. Gedacht war es so, dass die eintretenden Pilger auf dem Weg vom Anfang hin zu ihrem Ziel, in dieser Kathedrale vor Augen haben, worum es beim „Gehen geht“.  

Das Kennzeichen eines Labyrinthes ist es, dass es keine Irrwege gibt. Es gibt auch keine Überschneidungen. Wer sich in dieses Labyrinth begibt erfährt, wie viele Umwege zu gehen sind. Der muss feststellen, dass er dem Ziel ganz nahe ist und dann beinahe wieder auf dem Rückweg zu sein scheint. Es gibt keinen direkten Zugang zur Mitte, aber dafür auch keine Abwege. Von oben gesehen hat alles seine Richtigkeit. Die Mitte sieht aus wie ein Baum. Ein Baum in der Mitte, Baum des Lebens, so die christliche Deutung dieses Labyrinthes.

Wir machen uns viele Wege und sind uns dabei manches Mal unsicher. Und doch können wir ja nicht anders, als eben unseren Weg zu gehen.  Umwege wird es geben, ganz gewiss. Erschöpfung wird es geben, Enttäuschungen auch.  Da ist das Zeichen des Labyrinthes gut anzusehen. Es ist der eine Weg  um die Mitte herum zur Mitte hin.

Es wird erzählt, dass abends die Sonne durch die farbige Fensterrosette der Kathedrale von Chartres scheint und das ganze Labyrinth darunter mit den Figuren aus der Höhe belebt wird. Christus ist dann die strahlende  Mitte. War das so geplant als Predigt der Architektur?  Die Vergewisserung  für die Abendstunde, der Satz in der Sprache des Bildes: Christus spricht “Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“.

Ob durch Zufall oder gewollt, ich stelle mir diesen Trost in Licht und Farbe über den Boden und damit auch meinen Lebensweg gegossen, erhebend vor. 

Davon soll die Rede sein, wenn es ums Gehen und Ankommen auf dem weiteren Lebensweg geht.

Sehr freundlich grüßt Sie Anne Lauschus

Pfarrerin Anne Lauschus 

 

ist seit 2005 die Hirtin unserer Gemeinden und hat in den letzten Jahren viele den Gemeindegliedern ans Herz gewachsene Traditionen neu geschaffen und weitergeführt.

 

Die kirchlichen Feste werden von Ihr und den hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeitern unserer Kirchengemeinde mit einer Mischung aus Tradition und den Menschen der heutigen Zeit verständlichen Gottesdiensten gefeiert.

 

Ihre Ideen bereichern das Leben der Gemeinde und schaffen eine Gemeinschaft der Generationen in der Kirchengemeinde.