Herzlich willkommen

bei den evangelischen Kirchengemeinden

Mahlow und Glasow

Liebe Gemeindeglieder und Interessierte,

 
diese Webseite bietet einen Überblick über das Leben in unseren Kirchengemeinden.
 
Aktuell finden Sie die Termine der Gottesdienste und Veranstaltungen unserer Kirchengemeinden sowie einen Überblick über unser Angebot.
 
Wir laden Sie herzlich ein bei uns vorbei zu schauen und zu verweilen.

 

Aktueller Gemeindebrief der Kirchengemeinden Mahlow und Glasow

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Worte von Anne Lauschus

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

Wind und Wellen hatte ich ja in der Zeit meiner Kur zur Genüge. Selbst im Haus konnte ich nachts hören, welche Kräfte miteinander rangen. Eingekuschelt nahm ich mir ein Buch und las:

Das Straßburger Münster ist schon von Weitem zu sehen, wenn man sich der Stadt nähert. Eine prachtvolle und doch filigran anmutende Kathedrale. Als sie nach langer Bauzeit endlich fertig war – so erzählt eine Legende -, hörte der Teufel von der außergewöhnlichen Schönheit des Münsters. Da wurde er neugierig und wollte sich mit eigenen Augen von seiner Pracht überzeugen. Er sattelte seinen Hengst, den stürmischen Wind, schwang sich auf dessen Rücken und ritt in rasendem Tempo nach Straßburg.

Gerade  angekommen, entdeckte er am Portal des Münsters, gleich schon sich selbst, in roten Sandstein gemeißelt, als Versucher der törichten Jungfrauen (Mt.25,1-13), die das biblische Gleichnis beschreibt. Nun wird er noch neugieriger. Er stellt sein Pferd auf dem Vorplatz ab und betritt die Kathedrale. Sein Hengst, der Sturmwind, wartet draußen auf ihn. Er wartet lange, er wartet und wartet. Manchmal tobt er, pfeift und heult um das Münster herum. Doch vergeblich: Der Teufel kommt nie wieder aus dem Straßburger Münster heraus. Was mag mit dem Teufel im Innern der Kathedrale geschehen sein? Er sei dort in einen Pfeiler eingeschlossen worden, vermuten die Legendenerzähler.                                                                                                       (Quelle: Unbekannt)

Ich stelle mir vor, es könnte so gewesen sein:  Der Teufel streift durch das Straßburger Münster, hier und da hält er inne, wundert sich, ärgert sich manchmal, geht dann weiter und bleibt dann schließlich vor einer Säule stehen, die der Engelspfeiler genannt wird.  Der Tag des Jüngsten Gerichts ist hier in den Stein gemeißelt, der Betrachter sieht Christus, umgeben von Engeln, die die Werkzeuge der Passion in den Händen halten: Speer, Nägel, Dornenkrone, Kreuz. Christus aber schaut die, die er zu richten hat, liebevoll an.

Und der Teufel? Er sieht die Folterwerkzeuge, die die Engel ihm entgegenhalten. Sie führen ihm vor Augen, was er angerichtet hat. Damit nehmen sie ihm die Waffen vorsichtig aus der Hand. Dann geht sein Blick weiter und trifft auf den von Christus. Liebevoll schaut ihn Christus an, so wie alle, die er zu richten hat. Dieser liebevolle Blick ist einer, der alles verwandelt.  Er verwandelt Böses in Gutes, er verwandelt den Tod ins Leben. Dieser Blick Christi umschließt  auch den Teufel. Ja, tatsächlich denke ich mir, der Teufel ist eingeschlossen. Aber nicht in einen steinernen Kerker, sondern in die Verwandlung durch die Liebe Jesu Christi. Als Teufel kehrt er nicht mehr in die Welt zurück. Denn als solchen gibt es ihn nicht mehr. Sein Pferd aber, der stürmische Wind, wütet und heult noch heute ums Straßburger Münster. So lange, bis einer kommt, dem Wind und Wellen gehorchen und der auch den stärksten Sturm stillt durch ein einziges Wort.

Herzlich Anne Lauschus

 

Abschied von

Mareike Sabl

Am 31. Dezember 2017 feiern wir zum letzten Mal mit Mareike Sabl als Vikarin in den Kirchengemeinden Mahlow und Glasow Gottesdienst.

Im Frühjahr 2015 kam Sie nach dem religionspädagogischen Schulpraktikum im Blankenfelder Fontanegymnasium zu uns, beobachtend und zuhörend. Das scheint lange her.

Wir blicken  auf drei bewegte Jahre zurück, in denen wir mit ihr Gottesdienste feierten, Veranstaltungen und Feste erlebten, mit Kind und Kegel über Land fuhren, ihr Brautkleid auf dem Hochzeitsbild mit ihrem Mann Matthias bewunderten, für die glückliche Geburt von Simon dankten, der das Ebenbild seines großen Bruders Jakob ist, zitterten mit ihr in der Examenszeit und erfuhren gerade, wohin die Landeskirche sie entsandte. Die Entsendung führt sie und ihre Familie nach Wittenberge, nicht weit von der Elbe. Und auf jeden Fall eine Reise wert. Dort wird der Ort sein, an dem sie im neuen Jahr ihre Stelle als Gemeindepädagogin im Pfarrdienst ihren Dienst antreten wird.

Wir sagen Dank und bitten um Gottes reichen Segen für Mareike Sabl und ihre Familie.

 

Anne Lauschus

Pfarrerin Anne Lauschus 

 

ist seit 2005 die Hirtin unserer Gemeinden und hat in den letzten Jahren viele den Gemeindegliedern ans Herz gewachsene Traditionen neu geschaffen und weitergeführt.

 

Die kirchlichen Feste werden von Ihr und den hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeitern unserer Kirchengemeinde mit einer Mischung aus Tradition und den Menschen der heutigen Zeit verständlichen Gottesdiensten gefeiert.

 

Ihre Ideen bereichern das Leben der Gemeinde und schaffen eine Gemeinschaft der Generationen in der Kirchengemeinde.