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http://www.gedenkort-mahlow.de/

 

Gedenken an die Befreiung des Ausländerkrankenhauses Mahlow

Am Sonntag, den 22.April 2018 werden wir nach dem Gottesdienst in Mahlow der Befreiung des  „Ausländerkrankenhaus  Mahlow“ gedenken. 1945 wurde dieses Zwangsarbeiterlager  durch Soldaten  der Roten Armee befreit. 1494 Menschen, Männer, Frauen und Kinder,  fanden hier den Tod. Das Gelände des „Ausländerkrankenhauses Mahlow“ war Jahrzehnte lang in Vergessenheit geraten. Erst im Jahr 2013 wurde dieses Areal zu einem Gedenkort erklärt. Entlang des Rundweges wurden Stelen aufgestellt. Auf ihnen sind Dokumente und Bilder aus dieser Zeit zu finden, die vom Lagerbetrieb und dem Schicksal der dort lebenden Zwangsarbeiter erzählen.

Im Eingangsbereich wird dieses Gedenken um ca 12.00 beginnen. Nach einem Informationsteil verlesen wir stellvertretend für alle Opfer Namen einzelner aus den verschiedenen Herkunftsländern kommenden Zwangsarbeiter. Ihnen zu Ehren schmücken wir das Eingangstor mit Blumen.

Rundweg eröffnet

Am 21. April 2013 wurde ein erster Teilabschnitt des Gedenkortes „Ausländerkrankenhaus Mahlow“ der Öffentlichkeit präsentiert.

68 Jahre nach der Befreiung durch die Rote Armee wurde durch den Bürgermeister Ortwin Baier und Vertreter verschiedener Botschaften ein Rundweg mit neun Informationstafeln um das ehemalige Lagergelände im Süden der Gemarkung Mahlow eröffnet. Die roten Informationstafeln sind an vorhandenen Waldwegen so aufgestellt, dass der Besucher ungefähr entlang der ehemaligen Umzäunung geführt wird und so die Größe des Barackenkrankenhauses und gleichzeitigen Zwangsarbeiterlagers erfahren kann. Sie informieren mit Texten, Zeitzeugenberichten, Dokumenten und Fotos zu der Entstehungsgeschichte des Krankenhauses, den Lebensumständen der kranken Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter und den dort als Ärzte und Pflegekräfte arbeitenden sowjetischen, ukrainischen und polnischen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter.

Als erster Teilabschnitt des Gedenkortes ist somit ein Informations-Ort und ein Lern-Ort für heutige und künftige Generationen entstanden. Der Gedenk-Ort wird im nächsten Teilabschnitt entstehen: Es soll im inneren Bereich, also auf dem Gelände des ehemaligen Krankenhauses, ein Ort geschaffen werden, zum Gedenken für Überlebende, Angehörige und Nachfahren, mit der Nennung aller Namen der hier Verstorbenen. Weiterhin möchte die Arbeitsgruppe „Ideenwerkstatt“ in den nächsten Schritten Bestandteile der ehemaligen Lagertopographie  kenntlich machen.

Durch die kürzlich erfolgte Wegnahme eines Teiles der Bewaldung auf dem Areal wäre eine obertägige Sichtbarmachung von Barackenstandorten und alten Wegeführungen gut vorstellbar. Es ist angedacht, diePflege des eröffneten Rundweges sowie weitere Maßnahmen auf dem ehemaligen Krankenhausareal mit der Bildungsarbeit zu verknüpfen und in Zusammenarbeit mit Schulklassen oder Workcamps vorzunehmen.

Die Tafel-Ausstellung ist jederzeit zu besichtigen, die Wege bestehen aus einfachen Waldwegen, zum Teil mit Gefälle, und sind daher für Rollstuhlfahrer oder Menschen mit Gehbehinderungen nicht geeignet. Führungen für gehbehinderte, hörgeschädigte, sehschwache und blinde Menschen sind nach Absprache mit der Gemeinde möglich. Vertiefende Informationen sind unter der Internetseite: www.gedenkort-mahlow.de zu finden.

Anmeldungen für Führungen bei Frau Schiller unter der Telefonnummer: 03379 – 333110.

Ulrike Kersting